Hindernisläufe – Zählt das noch zum Sport?{0}

Sich mit den besten Freunden durch den Schlamm wälzen, richtig schmutzig machen und gleichzeitig an die eigenen Grenzen der Leistungsfähigkeit gehen. Das steckt hinter den sogenannten Adventure Races, die nicht nur in Deutschland, sondern weltweit total im Trend liegen. Besonders junge Männer werden von den Matschfestivals angezogen. Dabei geht es meist nicht darum, wer das Rennen gewinnt – daran erinnert sich im Nachhinein kaum einer -, sondern vielmehr um den Spaß, Teamgeist und die eigene Willensstärke. Hindernisläufe sind in den letzten Jahren zur richtigen Massenbewegung geworden und bringen Millionen von Menschen jährlich dazu, ihrem Alltag zu entfliehen und sich in ein Abenteuer voller Dreck, Schlamm und sportlichen Höchstleistungen zu schmeißen. Die Läufe selbst werden nicht wirklich für Ernst genommen und werden längst nicht vollständig als sportliches Event gezählt. Allerdings steckt dahinter eine harte Aufgabe sowohl für Arme und Beine als auch für die Seele. Wer einen Hindernislauf hinter sich hat, dem wird der Körper bluten. Deshalb warten an der Ziellinie meist weder Preisgelder noch Medaillen, sondern eiskalte Getränke. Besonders beliebt ist dabei natürlich das eiskalte Bier.

Startschuss beim Ironman Hindernislauf in Frankfurt

Mittlerweile findet jedes Wochenende irgendwo auf der Welt ein matschiger Hindernislauf statt. Längst nicht nur Männer, sondern auch Frauen trauen sich dabei an die Startlinie. Einige Hindernislauf-Veranstalter bieten auch besänftigte Versionen für Kinder an. Die meisten Hindernisläufe werden in Teams angetreten. Bereits die Vorbereitung auf einen solchen Mannschaftslauf fällt mit riesigem Spaß aus. Viele Teams geben ihren Mannschaften lustige Namen und lassen sich diesen auf extra angefertigte T-Shirts drucken. Ein paar Freunde, welche die Mannschaft am Rande des Parcours anfeuern, sind ebenfalls oft gesehen. Nicht nur unter den waghalsigen, wahnsinnigen Teilnehmern, sondern auch im Publikum herrscht bei diesen Veranstaltungen eine Bombenstimmung.

Einige Veranstalter haben in Deutschland bereits einen richtigen Kultstatus erreicht. Wir haben im Folgenden eine Übersicht über die beliebtesten und bekanntesten Hindernislauf-Veranstalter in Deutschland erstellt:

Der StrongmanRun

Den StrongmanRun beschreiben die Veranstalter selbst als härtestes Rennen der Welt. Etliche Hindernisse, die in riesigen Schlammbecken enden können, sind hier über eine Strecke von 21,6 Kilometer zu bewältigen.

 

 

 

ToughMudder

Die Veranstalter von ToughMudder laden jährlich zu etwa drei mit ausreichend Schlamm gefüllten Hindernisläufen ein. Im Jahr 2010 fand der allererste ToughMudder-Lauf statt. Seitdem sind bereits über 2,5 Millionen Menschen beim ultimativen Teamevent dabei gewesen. Die Läufe beinhalten eine Strecke von ungefähr 18 Kilometern und mehr als 20 Hindernissen.

SpartanRace

Das SpartanRace bietet die wohl weltweit größte Hindernislauf-Serie. Das erste Rennen fand 2010 in den USA statt. Mittlerweile wird es auf der ganzen Welt ausgeübt. Anders als bei den zuvor erwähnten Läufen, wird beim SpartanRace auf Zeit gelaufen. Es gibt verschiedene Kategorien und Distanzen. Die härteste Variante des SpartanRace‘ umfasst eine 40 Kilometer-lange Strecke mit über 60 Hindernissen. Hier wagen sich wirklich nur geübte Läufer ran.

Durch den Schlamm kriechen kommt nicht selten vor

Im Fazit

Hindernisläufe sind etwas für Menschen, die schon immer „Pflicht“ anstatt „Wahrheit“ gewählt haben, die gerne Risiken eingehen und die Herausforderung suchen. Jedes einzelne Adventure Race schickt Sportler auf eine Reise ins Unbekannte. Am Ende des Tages werden Kratzer und Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag mit Freunden im Schlamm mitgenommen. Was haltet ihr selbst von den abenteuerlichen Läufen? Zu viel vom Guten oder genau das Richtige?

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