Tipps und Tricks vom Profi{0}

Der Triathlon ist derzeit eine der gefragtesten Sportveranstaltungen, da es sich bei diesem Sport um eine Kombination aus drei verschiedenen Ausdauersportarten handelt, die in einer bestimmten Reihenfolge nacheinander auf Zeit absolviert werden müssen. Die Reihenfolge besteht dabei aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Bei einem Mitteldistanz-Triathlon setzen sich die einzelnen Strecken aus etwa 2 Kilometer Schwimmen, bis zu 90 Kilometer Radfahren und um die 20 Kilometer Laufen zusammen. Teilnehmer gehen dabei an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeiten.

Wie das Training vor dem großen Tag am Besten gestaltet werden sollte, haben wir uns vom neunfachen Ironman-Triathlon Sieger Timo Bracht (41) abgeschaut und hier für alle künftigen Teilnehmer zusammengefasst.

Zunächst gilt es, sich bewusst zu machen, wie lange man vor der großen Herausforderung mit dem Training anfangen sollte. Timo Bracht unterscheidet dabei das Training für Mittel- und Langdistanzen. Bei einem Langdistanz-Triathlon sollte ein langes Training im Fokus stehen und bei einem Mitteldistanz-Triathlon ein kurzes, aber schnelles Training. Grundlegend kann für beide Varianten aber dasselbe Training angewendet werden. Allgemein sollten die letzten 10 bis 15 Wochen vor einem Triathlon für das Training sinnvoll genutzt werden. Wie das am Besten klappt? Mit folgenden Tipps und Tricks des Profis!

  1. Abschnitt Schwimmen:

 

Beim Schwimmen kommt es laut Timo Brecht vor allem darauf an, im Gewässer den Überblick zu behalten. Je nach Triathlon-Strecke kann dieses trübes Wasser enthalten und keinerlei Linien zur Orientierung aufweisen. Dazu ist man umgeben von tausenden weiteren Athleten. Der Tipp des Experten ist es, auf jeden Fall das Wasserballkraul schwimmen zu trainieren. Dieses ist besonders nützlich, um zum einen einen klaren Blick zu bewahren und zum anderen, um sich am Ende ein paar Meter und damit Energie sparen zu können.

 

  1. Abschnitt Radfahren:

In Hinsicht auf das Radfahren sollten sowohl flache als auch bergige Strecken geübt werden. Bracht empfiehlt dabei immer bei Gegenwind zu fahren. Wer außerdem keinen Berg vor der Tür hat, der kann ebenso gut im höchsten Gang bei Gegenwind fahren, um denselben Effekt zu erleben.

 

  1. Teilstrecke Laufen:

Für den Lauf sollte jedem bewusst sein, dass der Rhythmus zwischendurch stark gestört werden kann. Mögliche Faktoren dafür sind Wendepunkte, andere Läufer und Verpflegungsstellen. Wer das im Hinterkopf behält und daraufhin trainiert, wird seinen Vorteil spüren.

 

  1. Das Koppeltraining

Das Koppeltraining ist wohl einer der wichtigsten Punkte. Selbst wenn der Wechsel vom Radfahren zum Laufen an sich stressfrei ist, ist nicht zu unterschätzen, dass sich das Laufen nach dem Radfahren komplett anders anfühlt. Brecht weist intensiv darauf hin, diesen Wechsel in einem Fitnessstudio zu trainieren. Abwechseln sollten 20 Minuten Rad gefahren und anschließend 10 Minuten gerannt werden – und wieder von vorne. Um das Ganze intensiver zu gestalten, kann die letzte Minute schneller geradelt und die erste Minute schneller gelaufen werden. Brecht sagt, dass dies die Hektik des Wechsels zudem sehr gut simuliert.

Wichtig ist gerade in den letzten Wochen ein tägliches Training. Auf diesem Weg spart man sich außerdem Probleme mit der eigenen Psyche. Wer zu wenig trainiert, dem plagen oftmals Nervosität und der Glaube an die eigene Kraft. Die Kunst des perfekten Trainings ist es, erholt, aber nicht zu erholt zu sein! Wir drücken die Daumen für den nächsten großen Wettkampf!

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